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Urlaub in Rom

Die Zeit seit dem letzten Blog-Beitrag verbrachte ich vor allem in Rom. Bald täglich flanierten wir durch die prachtvollen Straßen, die zu dieser Jahreszeit von Touristen nur so wimmelten. Die Via dei Fori Imperiali, die große Straße zwischen Kolosseum und Piazza Venezia, ist an Sonntagen komplett für den Autoverkehr gesperrt und so nehmen dann die Fußgänger den breiten Raum ein. Es war wie eine “Fußgängerautobahn”: in mehreren Spuren und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit passierten unzählige Menschen die Straße. Angeregt durch die kunterbunte Vielfalt begannen wir hier unser “Länderraten”. Die Touristen wurden anhand ihres Outfits einem Herkunftsland zugeordnet. Beim Näherkommen wurde durch die Sprache des jeweiligen Touristen der Tipp dann verifiziert. Dabei bestätigten sich so viele Vorurteile über das Aussehen! Das war mir durchaus unangenehm, da ja die Deutschen im internationalen Vergleich nicht unbedingt als modisch oder elegant gelten… Ich war etwas deprimiert. Da kam uns eine junge Frau entgegen, von der ich kaum kaum meinen Blick abwenden konnte. Sie war hochgewachsen und trug ein elegantes langes Trägerkleid in Vanillegelb. Das Oberteil war aus Spitze, das Rockteil aus luftigem Chiffon. Es harmonisierte gut mit ihren hellblonden glatten Haaren und ihrer sonnengebräunten Haut. Die hellgold glänzenden Schuhe rundeten das Outfit perfekt ab. Spanien oder ein anderes südliches Land war aufgrund der Größe und der (natürlichen!) Haarfarbe unwahrscheinlich. Eher Skandinavien, doch sind die Leute da so elegant? Oder aus dem Baltikum? Ich versuchte die Leute in ihrem Umfeld zu analysieren. Direkt neben ihr lief eine ebenso große dunkelhaarige Frau, deren Haare kunstvoll hochgesteckt waren. Sie war unauffällig in Schwarz gekleidet. Ich hatte noch keinen Tipp abgegeben, da kreuzten sich schon unsere Wege. Ich spitzte meine Ohren, um einige Worte aufzuschnappen. Da staunte ich nicht schlecht, als diese Dame nicht nur Deutsch sprach, sondern gar einen breiten bayrischen Dialekt!

… zu Hause …

Endlich nahm ich mein Schuhsortiment zu Hause unter die Lupe. Ich räumte meinen Schuhschrank ganz aus. Auch die großen Schachteln auf dem Kleiderschrank holte ich herunter und kramte sie durch. Ich fand Pumps in Rot, Hellblau, Weiß, Creme und Schwarz, Sandalen in Multicolor und Sandaletten in Lila, Silber, Schwarz und Pink, weiße, schwarze und rosa Flipflops, schwarze Ballerinas, schwarze Tanzschuhe für Standardtanz, schwarze Tanzschuhe für Flamenco, Pantoletten in Silber, Rot und Weiß, verschiedene Halbschuhe, Stiefeletten, ein paar hohe Stiefel und zu guter letzt meine verschiedenen Sportschuhe und Hausschuhe. Dafür dass ich tatsächlich nur zwei Füße habe, fand sich doch eine ganze Menge an Fußbekleidung.
Dann öffnete ich noch eine von Staub bedeckte große Schachtel und sichtete eine längst vergessene Ansammlung von mindestens einem Dutzend Schuhen meiner Oma…. damals hatte ich sie unbedingt erben wollen. Sie waren schön und kaum getragen oder sogar ganz neu. Allerdings hatte ich noch keinen einzigen Schuh aus dieser Schachtel getragen! Sie hatten noch nie zu einem Outfit gepasst. Oder hatte ich einfach nur nicht dran gedacht? Eigentlich schade. Es war ein richtiger Schatz! Probeweise schlupfte ich in ein Paar rot-blaue Pumps mit reicher Budapester Lochverzierung hinein. Sehr bequem, solides Leder, so gut wie keine Abnutzungsspuren. Ein schokoladenbraun-beiges Paar Sattelschuhe probierte ich auch noch. Sie waren wirklich schön, auch elegant. Originell auf ihre Art. Doch was störte mich? Waren es die Farben? Ich probierte noch ein Paar schwarz-weiße Sattelschuhe mit Lochmuster. Auch diese gefielen mir, doch fühlte ich mich darin wie verkleidet. Ja, das war es. Diese Schuhe waren nicht mein Stil! Deshalb hatte ich sie vergessen und verstauben lassen. Ich würde sie nie wirklich als meine Schuhe anziehen, d.h. sie würden an mir immer fremd bleiben. Nachdem mir das klar geworden ist, entschied ich schnell. Ich nahm eine riesige Tüte und stopfte allesamt hinein. Morgen würde ich sie zur Altkleidersammlung bringen. Doch dann kam eine Freundin, die eine talentierte Swingtänzerin ist, zu Besuch. Sie entdeckte die Tüte mitsamt Inhalt und wunderte sich, wofür ich denn Vintage-Schuhe horte. Ihrer Meinung nach waren sie die optimalen Schuhe für “Lindy Hop”. Sie war überglücklich, als ich ich sie ihr schenkte!

Es glitzert so wunderbar!

Bei mir ist es Zeit für ein neues Outfit, finde ich zumindest. Bei schönstem Sonnenschein machte ich gestern also einen Stadtbummel. Wo sollte ich beginnen? Was wäre das beste Outfit ohne die passenden Schuhe? Ich könnte ja dieses Mal bei den Schuhen loslegen. Die Schuhe sind die Grundlage. Mit ihnen steht oder fällt der Auftritt. Und gute neue Schuhe kann jede Frau gebrauchen. Ja, wir Frauen benötigen viele Schuhe. Für jeden Anlass, für jedes Outfit, für die verschiedenen Witterungen… Als ich gestern die glitzernden Auslagen der Schuhläden in der Innenstadt genießen durfte, konstruierte ich mir in Gedanken ein neues Outfit, das nicht ohne ein Paar der silber glitzernden Sneaker auskommen würde, die mich aus dem Schaufenster so nett anlächelten. Sie sahen wirklich einzigartig aus. Im Sonnenschein würden meine Füße in alle Richtungen glitzern und strahlen! Ich ging zielstrebig in den Laden und probierte die verschiedenen in Frage kommenden Modelle an. Sie waren allesamt sehr bequem. Es gab verschiedene Ausführungen – mit Glitzer komplett übersäht, mit mehreren kleinen weißen Lederapplikationen zwischen dem Glitzer, mit kleinen rosa Details, oder mit goldenen Pailletten zwischen dem silbrig Glitzernden, mit weißen oder mit silbernen Schnürsenkeln. Ich suchte mir das allerschönste Paar aus, probierte es erneut, schlenderte ausgiebig vor dem Spiegel auf und ab und nahm es schließlich ganz überzeugt mit zur Kasse. Doch erinnerte mich just in diesem Moment ein im Eingangsbereich ausgestellter sauber spiegelnder silberner Schnürschuh daran, dass ich bereits ein sehr ähnliches Exemplar zu Hause hatte. Ich entsann mich dann auch meiner silber glitzernden Sandaletten mit Pfennigabsatz, meiner silber glitzernder Pantoletten mit hohem Keilabsatz und außerordentlich bequemem Fußbett und der schwarzen Highheels mit silbernen Glitzersteinchen. Brauchte es da wirklich die neuen Schuhe? Diese wunderschönen neuen Schuhe? Etwas beschämt betrachtete ich sie noch einmal – und ließ sie dann etwas wehmütig im Laden zurück.

zurück zum Alltag…

Die Schwangerschaft ging mit einer glücklichen Geburt zu Ende und seither gehört zu mir ein allerliebstes kleines Baby. Dieses bevorzugt, Tag und Nacht in meinem Arm getragen zu werden. Unser Kleines kann mit einem kleinen Lächeln im Nu die Welt verzaubern – und mich für all meine Mühe belohnen. Es gibt einen neuen wunderbaren Menschen! Nachdem ich mich die ersten Wochen vor allem um das Baby kümmern musste, kommt jetzt die Zeit, dass ich wieder nach außen sehe…
Was tut sich kleidungstechnisch bei einer frischgebackenen Mama? Das ist nicht unbedingt salonfähig. Als Außenstehender sieht man davon meist nichts. Nur wenn ich zu einem wichtigen Termin außer Haus musste, warf ich mich in Schale. Dann war mir die Umstandskleidung gerade recht. Sie passte noch viele Wochen nach der Entbindung! Für den Alltag mit unserem süßen Baby brauchte ich aber eine Unmenge an gut waschbarer Kleidung, die zum Stillen geeignet ist. Oft wechselte ich von einem Pyjama zum nächsten. Langsam aber sicher wird jetzt die Umstandskleidung ausrangiert. Mit den ersten Frühlingsboten passe ich endlich wieder in normale Hosen!

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Das bin ich…

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Die Fotografin war total begeistert und sagte: so eine coole Mutti habe sie noch nie gesehen!

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Endlich habe ich professionelle Fotos mit meinem Babybauch!

Tut das gut!

Als es zuletzt etwas kälter wurde und die Sommerkleider alleine nicht mehr ausreichten, wurde es Zeit für eine Rundumerneuerung meiner Garderobe. Ich hatte sowohl im Urlaub als auch zu Hause mit kritischem Auge Umstandsmode anprobiert und im Spiegel mich mit meinem inzwischen doch recht großen Bauch begutachtet. Zusätzlich zur Auswahl vor Ort hatte ich mir einige Kleidungsstücke aus Versandhäusern schicken lassen. Ich wählte einiges aus und erneuerte und vervollständigte so meine Garderobe. Wenn ich jetzt morgens meinen Kleiderschrank öffne, bin ich zufrieden, eine farbenfrohe und abwechslungsreiche Auswahl an bequemer Kleidung zur Verfügung zu haben, die sowohl meiner Farbpalette und meinem Stil entsprechen als auch den verschiedenen Anforderungen meiner Lebenssituation  Rechnung tragen. So bin ich bestens vorbereitet für die verschiedenen Laufstege meines aktuellen Lebens! Es tut gut, sich täglich ordentlich und hübsch kleiden zu können. Dabei ist mir im Moment außerordentlich wichtig, dass die Kleidung auf keinen Fall einengen darf und gleichzeitig nicht formlos ist. Sie soll abwechslungsreich sein und doch immer meinem Typ entsprechen.

Bei Gelegenheit werde ich nun professionelle Fotos von mir aufnehmen lassen, damit ich eine schöne Erinnerung an diese besondere Zeit haben werde!

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Frauen sind mysteriöse Wesen. Ganz unbemerkt, still und leise nehmen die Rundungen zu, der Bauch wölbt sich mehr und mehr nach vorne und man kann kaum etwas gegen die Gewichtszunahme machen. Ein kleines Baby ist im Werden! Für diese besondere Zeit ist es noch schwieriger, sich schön zu kleiden. Die Kleidung im Schrank, die einem so lieb geworden ist, passt einfach nicht mehr. Die verlockenden hübschen Sachen in den Schaufenstern sind meist auf die Figur junger Models abgestimmt… Obwohl guter Hoffnung, befindet man sich in einem Dilemma!

 

Frauen müssen nicht schön sein. Sie sind es!