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Ich träume

Ich träume, dass sich jede Frau in ihrer Kleidung wohlfühlt. Ich möchte Röcke und Hosen, Shirts und Pullover, Jacken und Mäntel, die angenehm zu meinem Körper sind. Meine Haut soll geschmeichelt sein vom Stoff. Meine Hände sollen es lieben, das Material zu spüren. An keiner Stelle meines Bauches darf es einschnüren oder zwicken. Auch nicht am Po. Die Kleidung soll vorteilhaft sein. Meine Figur optimieren. Meinen Teint erstrahlen und meine Augen leuchten lassen. Und dabei ist es ein unbedingtes Muss, dass meine Kleidung zu mir und zu meinem Leben passt. Ich möchte schön sein. Ich möchte strahlen und gesehen werden. In allen Lebenslagen.

Die Umwelt darf dabei nicht aus dem Blick verloren werden. Ich träume, dass ich nur wenige Kleidungsstücke mein Eigen nenne. Wie viele Outfits brauche ich? Für den Alltag sieben? Noch ein paar Partykleider und extra Sportkleidung. Die Kleidung soll lange halten. Ich möchte nicht ständig aussortieren und damit den Müllberg vergrößern. Oder zumindest die CO2-Bilanz nicht unnötig erhöhen. Erst gestern las ich in der Vogue, dass jedes, aber auch jedes Kleidungsstück einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Abgesehen von den schlechten Arbeitsbedingungen derer, die meine Kleidung herstellen. Eigentlich nichts neues. Aber bedenke ich das in der Planung meiner Garderobe? Kaufe ich nach Lust und Laune? Oder mit Köpfchen? Ist Shopping für mich die Entspannung nach der Arbeit? Oder die Beschäftigung fürs Wochenende? Brauche ich immer die neueste Mode, den letzten Trend? Wandert bei mir vieles in den Altkleidercontainer, weil es mir eigentlich gar nicht gefällt? Oder weil es mir nicht steht?

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Alles Schöne ist ein Zeichen der Liebe.

 

Aktuell läuft wieder ein VHS-Kurs zum Thema Farb- und Stilberatung:

https://www.vhs-regensburg.de/programm/lebensart/kurs/Ihr+Stil+Ihre+Mode+Farb-+und+Stilberatung+fuer+Frauen/nr/Y64024/bereich/details/kat/228/

Tag der Frauen

Heute ist Tag der Frauen. Herzlichen Glückwunsch allen Frauen auf der Welt für Ihr Frau-Sein!

Frau-Sein ist genau mein Thema. Frauen zu helfen, sich zu entdecken. Eines der wichtigsten Themen im Leben einer Frau ist die Schönheit. Ich liebe es, Frauen zu helfen, ihre Schönheit zu entfalten. Jede Frau ist einzigartig und unverwechselbar. Das Herz einer Frau ist weit und unergründlich. Es ist schwierig, eine Frau zu verstehen, höre ich immer wieder. Dabei ist die Antwort doch so einfach: Frauen wollen in ihrer Einzigartigkeit entdeckt und erobert werden. Sie wollen schön sein und damit die Welt bereichern.

Deswegen möchte ich Ihnen heute, am Tag der Frau ganz herzlich gratulieren und Ihnen sagen: Sie sind wunderbar und wunderschön!

 

Was ich gerne mache

Für Anna bieten die Läden hier in der Regensburger Innenstadt nicht genügend Auswahl. Lieber bestellt sie ihre Sachen online. So hatte sie gerade wieder ein großes Paket mit Kleidung erhalten, als sie mich bat, vorbei zu kommen. Ich war schon öfters bei ihr zu Gast. Mir macht es Spaß, sie zu beraten. Ich bekomme besten Kaffee und sie führt mir, wie bei einer Modenschau, ein Teil nach dem anderen vor. Dank einer Farbanalyse und -beratung vor einiger Zeit kennt sie genau die Farben, die ihr gut stehen. Die neuen Blusen und Shirts waren entsprechend gut vorausgewählt. In dem neuen Paket entdeckte ich helles Apricot, Eierschalenweiß, Weiß und ein blasses Taubenblau. Anna wollte ihre berufliche Garderobe im Casual Chic aufstocken. Sie wollte ihr Aussehen etwas feminin auflockern. Die neue Bluse in hellem Apricot stand ihr sehr gut. Sie war unifarben, auf Figur aber nicht zu eng geschnitten und mit Volants an den Ärmeln. In Blau führte sie ein Blusenshirt mit Kordelzug am Ausschnitt vor. Ziemlich ähnlich war das Blusenshirt in Eierschalenweiß. Als nächstes folgten zwei für sie gut geschnittene Etuikleider mit interessantem Ausschnitt. Eines in einem Nudeton, das andere Marineblau. Alle Kleidungsstücke standen ihr sehr gut. Bislang war es für mich also ein entspanntes Plauderstündchen. Ich freute mich, wie gut Anna ihre Farben und ihren Stil beherrschte. Ganz mutig führte sie mir als nächstes ein weißes etwas formloses Oberteil mit süßen kleinen Wölkchen auf einem leichten Chiffonstoff vor. Sie war sehr stolz, etwas “ganz anderes” auszuprobieren. Zur gleichen Zeit aber äußerte sie ihre Unsicherheit darüber. Ich holte tief Luft. Was sollte ich dazu sagen? Anna ist sehr strukturiert. Sie hat definierte Linien in ihrem Gesicht, die Figur ist eine Mischung aus sportlichem Typ mit femininer Note. Diese weiße Bluse ohne definierten Schnitt sah unpassend aus. Vielleicht könnte sie eine Jeansjacke darüber tragen und so den Stilbruch ergänzen (abmildern)? Dadurch würde das Outfit wieder mehr in ihren Typus fallen und ihre Persönlichkeit unterstreichen können. Doch sie wollte ein luftiges Sommeroutfit ohne Jacke. Meine Augen waren von den süßen Wolken auf dem Chiffonstoff gefesselt. So ein Stoff lädt ja direkt zum Träumen ein! Er könnte als Vorhangstoff für ein Babyzimmer verwendet werden. Oder für ein antikes Taufkleidchen. Doch für Anna???? Zum Glück gibt es kostenloses Retour…

Sonnenschein

Es wird wärmer, die Sonne scheint und sofort füllen sich die Straßen mit Menschen. Die Stadt lebt wieder auf. Auch die Outfits werden wieder lebendiger. Gestern führte unser Weg zu einer Erstkommunion in einem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz. Wir waren viel zu spät angekommen. Während die Orgel spielte schlichen wir uns hinten in die Kirche und suchten nach einem Sitzplatz. Ich trug ein hellrosa Spitzenkleid mit weißer Strickjacke, die Haare hatte ich mit ein paar Blumen hochgesteckt. Doch mein Outfit war noch nichts im Vergleich zu dem, was ich sah. Mich begeisterte die große Menge an Menschen die sich festlich gekleidet hatten. Viele Damen schmückte eine professionell hochgesteckte Frisur, manchmal mit Kunstblumen oder sogar Perlchen verziert. Wie schön ist doch die Welt, wenn sich jeder Mühe gibt, gut auszuschauen! Mir fielen auch unzählige edle Outfits ins Auge. Entweder klassische Taftkleider in eleganten zeitlosen Farben, oder Oberteile in diversen Nudetönen, jeweils mit Schwarz kombiniert. Schwarzer Rock, schwarze Hose, schwarzer Bolero… Das erstaunliche war: ich sah gleich mehrere Damen, bei denen die Nudetöne jeweils genau den Farbtyp der Trägerin traf! So viele typgerechte Outfits nebeneinander hatte ich noch nie gesehen. In der Ortschaft ist wohl eine tüchtige Kollegin für Farb- und Stilberatung tätig!

Ich habe mir ein neues perfektes Lieblingsteil gegönnt!

Der Winterschlussverkauf in der Regensburger Innenstadt lockte mit extremen Preisnachlässen. Unzählige Leute waren unterwegs und strömten in die Läden. So trieb es auch mich in das ein oder andere Klamottengeschäft. Ich sah mir viele schöne Sachen an. Ungewöhnlich geschnittene Pullover mit Glitzersteinchen besetzt, uniformartige Sweatblazer mit abgerundeten Kanten in schmeichelnden Naturtönen und viele flatterige Shirts, die mich eher im Sommer interessieren würden. Die ausgestellten Kleider waren für mich deutlich zu kurz geschnitten. Ich ließ meine Hand zwischen den Stoffen gleiten. Da fröstelte es mich bei den dünnen Stoffen!

Warum bin ich eigentlich in die Läden gegangen? Was suchte ich? So ganz zufrieden mit meiner Wintergarderobe war ich nicht. Vielleicht könnte ich einen schönen neuen Pullover finden? Ich sah mir die Pullover eingehend an. Manche probierte ich auch. Allerdings erinnerte ich mich an die edlen Kaschmirpullover in verschiedenen mir schmeichelnden Farben, die meinen Kleidungsschrank bevölkerten und allesamt besser aussahen.

Da fiel mir ein, was ich wirklich gebrauchen könnte: eine vielseitige Bluse, die ich unter meine Kaschmirpullover anziehen könnte! Also konzentrierte ich mich auf Blusen. Ich fand verschiedenste. Es gab weiße Blusen mit kleinen blauen Blümchen, an holländisches Porzellan erinnernd, oder weiße hochgeschlossene Blusen mit kleinem Stehkragen und verschiedenen Rüschen, weiße Blusen mit dunklen Streifen, mehrfarbige Blusen mit Karos und vieles mehr. So recht gefallen wollte mir keine davon. Stehkragen finde ich ganz pfiffig, kombiniert mit Rüschen müsste perfekt für mich sein! Allerdings waren die Blusen für mich viel zu hoch geschlossen. Ich schaute damit nicht nur spießig aus, sondern direkt lächerlich. Meine überflüssigen Kilos erlaubten so ein Outfit einfach nicht. Ideal wären hübsche Rüschen, aber mit V-Ausschnitt und am besten dann noch mit Stehkragen kombiniert! Das hörte sich an wie eine eierlegende Wollmilchsau. So ein Exemplar fand ich dann  natürlich auch nicht. Die aktuelle Mode war reich an vielen schönen Blusen, die aber entweder nicht zu mir und meinem Stil passten oder eher an Models gut aussehen würden, als an mir. So ging ich nach Hause. Immerhin hatte ich definiert, was ich wirklich haben möchte. Ein erster Schritt. Was nun?

Bei einer Tasse feinstem Cappuccino startete ich meine Internetrecherche. Ich gab die Stichpunkte für meine Lieblingsbluse in die Suchmaschine ein. Ob es so etwas überhaupt zu finden gäbe? Zu meiner Überraschung wurde ich schnell fündig. Es gab ein wunderbares Exemplar genau nach meinen Kriterien! Zu meiner Freude in  verschiedenen 16 Farben. Nachdem die Bestellung bei mir ankam erblühten meine Pullover Dank der wunderbar perfekten Bluse in neuem Glanz. :-)

 

Ganz schnell nur…

Heute früh musste es schnell gehen. Die Zeit war fortgeschritten und ich spurtete vom Badezimmer zurück zum Kleiderschrank. Ich wählte einen gut geschnittenen Wollrock in perfekt auf mich abgestimmter Länge. Er war dunkelbraun mit cremefarbenen Karostreifen. Dazu zog ich einen schlichten cremefarbenen Pullover an. Dunkle Schuhe und ein knielanger dunkler Mantel komplettierten das Outfit. Ich war ordentlich gekleidet und verließ in Windeseile das Haus.
Später am Vormittag begutachtete ich mein Outfit noch einmal genauer. Fühlte ich mich in der Kleidung wohl? Es war gemütlich. Ich sah durch den hervorragenden Schnitt und die perfekte Länge des Rocks deutlich schmaler und sportlicher aus als in anderer Kleidung. Doch irgend etwas stimmte nicht. Vielleicht sollte ich ein anderes Oberteil ausprobieren? Allerdings passte nichts besser dazu. Die Kombination war es also nicht. War der Rock schon aufgetragen? Ich hatte ihn nur selten angehabt und er sah auch beim näheren Betrachten immer noch wirklich gut aus. Ich erinnerte mich, welch schönes Kompliment ich für diesen Rock bekommen hatte. Der Rock war echt schön. Solide. Und das Muster einfach klassisch. Stopp, das war es. Ein klassisches Muster mit geraden Linien für mich? Da lag der Fehler begraben! In diesem Rock würde ich mich nie wirklich attraktiv fühlen. Oder voller Energie. Dieser Rock passte nicht für mich, wenn ich Power haben will. Dieser Rock gab mir das Gefühl von grauen Herbsttagen, von Nebel und Gemütlichkeit. So mochte ich mich nicht kleiden. Wohlüberlegt trennte ich mich in aller Stille von diesem eleganten klassischen Exemplar.

Entspannt und einfach

Entspannt und einfach war heute mein Spaziergang. Und dabei erledigte ich nebenbei in wenigen Minuten etwas, das mich früher viel Zeit, Nerven und Geld gekostet hatte. Oft war aber selbst dieser Aufwand nicht ausreichend für eine zufriedenstellende Lösung. Es geht ums Hosen einkaufen. Es war schrecklich! Ich hatte nie Lust, eine neue Hose zu kaufen. Doch manchmal war es einfach notwendig. Unzufrieden begnügte ich mich dann mit schlechten Kompromissen. Allerdings drückte ich mich so lange wie möglich vor dem nächsten Mal. Am liebsten kaufte ich Schals. Das war dann doch einfacher!

Dazu muss ich erklären, dass meine äußere Form weit von den Maßen eines Models entfernt ist. Ich müsste einen Kopf größer sein und die Hälfte wiegen, dann könnte ich wahrscheinlich alle neuen Hosenkreationen mit den verrücktesten Oberteilen zu umwerfenden Outfits kombinieren. Doch die Realität sieht anders aus. Ich erinnere mich an zermürbende Anproben. Die Hosen spannten über dem Po und standen dann am Rücken weit ab. In meinem Gedächtnis gibt es auch furchtbare Bilder von meinem Spiegelbild, auf welchem durch unvorteilhafte Musterung meine körperinternen Vorräte der nächsten Jahre schrecklich betont wurden. Wenn ich mich dann doch zum Kauf einer Hose durchgerungen hatte, ging ich als nächstes zur Änderungsschneiderei… Das war früher.

Heute weiß ich meine Figur einzuschätzen – und die Mode. Und meinen Stil! Eigentlich brauchte ich gerade gar keine neue Kleidung. Ich bummelte nur durch die Straßen, damit mein Sohn im Kinderwagen einschlafen würde. Dabei sah ich durch die Eingangstür eines Ladens eine interessante Hose. Sie war hellbeige mit einem dezenten Leopardenmuster. Für mich genau die richtige Dosis Dramatik. Ich ging kurz hin und fühlte den Stoff an. Dabei bemerkte ich begeistert glitzernde Knöpfe und Nieten. Dahinter war eine zweite Hose in gleicher Art, allerdings mit Sternchenmuster und eine Größe größer. Ich nahm die erste Hose in die Hand und bemerkte, dass der Schnitt gut für mich wäre. So entschied ich mich anzuprobieren. Sicherheitshalber nahm ich die zweite Hose auch mit in die Umkleide. Doch diejenige mit Leopardenmuster passte sofort wie maßgeschneidert! Nach einem kurzen Blick auf den Preis und einen halben Gedanken an meine Lieblingsoberteile, die fast alle dazupassen würden, stand ich schon an der Kasse um zu bezahlen. Die zweite Hose hatte ich gar nicht mehr anprobiert. Zu Hause angekommen wechselte ich umgehend meine Kleidung und fühle mich nun in der neuen Hose nicht nur pudelwohl, sondern auch authentisch mich selbst ausdrückend.

Die unendliche Geschichte

Es heißt ja so schön, dass der Kleiderschrank ein Spiegel der Seele sei. So versuche ich seit Monaten, ja wenn nicht seit Jahren ständig an ihm zu arbeiten und ihn zu optimieren. Und doch gibt es so Tage wie gestern. Mit den Kindern morgens war es wieder sehr eilig. In Windeseile zog ich eine Hose aus dem Schrank und wählte hastig einen Pullover. In weniger als 10 Sekunden hatte ich auch noch die Schuhe angezogen und den Mantel vom Haken gerissen. Der morgendliche Sprint zum Kindergarten konnte beginnen! Wieder zurück nach Hause erschreckte ich vor meinem Spiegelbild. Wie konnte ich nur so schlimm aussehen? Ich war doch nicht krank! Ich hatte kein Make-up und der Pullover strahlte zwar ungemein fröhlich in seinem Tomatenrot, doch ließ er mich sehr blass aussehen. Auch passte er nicht gut zur schwarz-weiß-gemusterten Hose. Angewidert wollte ich den Spiegel hinter mir lassen, um mich an den Computer zu flüchten. Doch dann kam mir, dass ich ja später wieder rausgehen wollte. Wollte ich wirklich so nochmal auf die Straße? Gab ich so das Bild ab, das ich meinem Umfeld, meiner Stadt, ja und nicht zuletzt mir selber von mir geben wollte? Ist das alles, was eine Farb- und Stilberaterin für sich selber drauf hat? Jetzt war ich in meiner Eitelkeit wirklich getroffen. Den Pullover zog ich aus und entsorgte ihn sofort. Schon manches mal hatte ich mich über ihn geärgert. Jetzt konnte er mich aber nie mehr verzweifeln lassen! Dann überlegte ich ein wenig, probierte mit bedacht verschiedene Kleidungsstücke und entschied mich schließlich für ein dunkeltürkises Shirt mit gleichfarbiger Strickjacke, sowie eine schwarze Hose, die rundum mit goldenen Pailletten bestickt war. Diese Hose gab meinem Aussehen eine dramatische Note, die mich energetisierte. Blumen auf dem Shirt und in den Haaren unterstrichen meinen feminin-romantischen Stil. So war ich endlich glücklich! Mir strahlte eine überzeugende Ilka aus dem Spiegel entgegen. Ich sah aus wie gerade gut erholt vom letzten Urlaub! Das Schminken war dann nur noch das I-Tüpfelchen. So hatte ich direkt Lust, zu einem Fotoshooting zu gehen.