Ich träume

Ich träume, dass sich jede Frau in ihrer Kleidung wohlfühlt. Ich möchte Röcke und Hosen, Shirts und Pullover, Jacken und Mäntel, die angenehm zu meinem Körper sind. Meine Haut soll geschmeichelt sein vom Stoff. Meine Hände sollen es lieben, das Material zu spüren. An keiner Stelle meines Bauches darf es einschnüren oder zwicken. Auch nicht am Po. Die Kleidung soll vorteilhaft sein. Meine Figur optimieren. Meinen Teint erstrahlen und meine Augen leuchten lassen. Und dabei ist es ein unbedingtes Muss, dass meine Kleidung zu mir und zu meinem Leben passt. Ich möchte schön sein. Ich möchte strahlen und gesehen werden. In allen Lebenslagen.

Die Umwelt darf dabei nicht aus dem Blick verloren werden. Ich träume, dass ich nur wenige Kleidungsstücke mein Eigen nenne. Wie viele Outfits brauche ich? Für den Alltag sieben? Noch ein paar Partykleider und extra Sportkleidung. Die Kleidung soll lange halten. Ich möchte nicht ständig aussortieren und damit den Müllberg vergrößern. Oder zumindest die CO2-Bilanz nicht unnötig erhöhen. Erst gestern las ich in der Vogue, dass jedes, aber auch jedes Kleidungsstück einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Abgesehen von den schlechten Arbeitsbedingungen derer, die meine Kleidung herstellen. Eigentlich nichts neues. Aber bedenke ich das in der Planung meiner Garderobe? Kaufe ich nach Lust und Laune? Oder mit Köpfchen? Ist Shopping für mich die Entspannung nach der Arbeit? Oder die Beschäftigung fürs Wochenende? Brauche ich immer die neueste Mode, den letzten Trend? Wandert bei mir vieles in den Altkleidercontainer, weil es mir eigentlich gar nicht gefällt? Oder weil es mir nicht steht?

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